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Grundausstattung einer Katze
Es gibt sie in den tollsten Farben und Ausführungen, und ein nicht zu flacher Unterteller vom aussortierten Geschirr erfüllt genauso seinen Zweck wie das Designerstück vom Zooladen. Wichtig ist nur, dass der Napf nicht aus Kunststoff ist. Kunststoff speichert Gerüche und lässt sich weniger gut reinigen als Glas, Metall und Porzellan, da das Plastik mit der Zeit Kratzer bekommt und sich in diesen Ritzen Bakterien halten können. Nehmen Sie also lieber Metall- oder Porzellannäpfe. 2-3 Stück sollten Sie schon haben, damit immer ein sauberer zur Hand ist.
Immer vorhanden sein muss frisches Wasser. Viele Katzen trinken recht wenig, aber trotzdem sollten sie immer die Möglichkeit dazu haben. Auch hier bitte keine Kunststoffnäpfe nehmen, lieber Porzellan- oder Glasschüsseln. Ich schreibe „Schüsseln“, weil man mehrere Trinknäpfe in der Wohnung verteilen sollte. Viele Katzen trinken nicht direkt am Futterplatz. Sie müssen sich das so vorstellen – in der Natur hat die Katze ja auch nicht unbedingt das fließende Bächlein direkt neben dem frisch erlegten Beutetier. Es ist also gut möglich, dass Ihre bis dato nicht trinkende Katze auf einmal ein paar Schlucke „im Vorbeigehen“ nimmt, wenn eine Schüssel auf dem Flur steht. Ich habe auch beobachtet, dass große Schüsseln besser ankommen als kleine. Beliebt sind auch Zimmerbrunnen. Das Fließen des Wassers animiert viele Katzen zum Trinken. Es gibt auch spezielle Trinkwasserbrunnen für Katzen und kleine Hunde, z. B. von Fresh Flow (oder andere Hersteller/Modelle z. B. "Cat-it" oder "Pet Fountain", schauen Sie auch hier mal bei Zooplus vorbei). Diese Geräte machen besonders Sinn, wenn Ihre Katze an einer Nierenschwäche leidet oder zu Harnsteinen neigt, denn dann ist Trinken Pflicht und sie wird durch diese Brunnen dazu animiert. In unserer Wohnung stehen 3 Wassernäpfe. Einer beim Futterplatz, die anderen in der Wohnung verteilt. Der im Flur wird am besten angenommen. Sobald das Wetter besser wird (Frühjahr), wird auch wieder der Brunnen auf dem Balkon aktiviert. Pebbles liebt ihn :-).
Selbstverständlich braucht die Katze ein eigenes Klo. Es gibt zwar einige
Künstler unter den Samtpfoten, die das Menschenklo erklimmen und nutzen, aber
ich würde meine Katzen nicht tagsüber mit einem offenen Menschenklo allein
lassen – die Gefahr, dass sie kopfüber ertrinken wäre mir zu hoch. Außerdem
ist das Zuscharren der Exkremente ein instinktives Verhalten, was ich den Katzen
nicht nehmen möchte.
Wenn Sie mehrere Katzen haben, brauchen Sie meist auch mehrere Klos. Ich hatte bei zwei Katzen immer zwei Toiletten, jetzt bei fünf Katzen habe ich drei Toiletten und zusätzlich noch eines auf dem Balkon. Viele haben sogar eine Toilette mehr als Katzen vorhanden sind, verteilt an verschiedenen Plätzen der Wohnung. Katzen sind Individualisten, jede hat ihre eigenen Vorlieben :-). Ziehen Sie dieses in Betracht, falls eine Katze bei Ihnen unsauber ist oder wird. Ist eine medizinische Ursache ausgeschlossen (das sollte immer zuerst abgeklärt werden!), hilft oft eine weitere Toilette oder eine andere Ausführung (offen/nicht offen), ein anderes Streu oder auch ein anderer Standort des Klos.
Bei den Katzenklos gibt es verschiedene Ausführungen. Am wichtigsten ist natürlich, dass es standfest und stabil ist und auch an einem solchen Ort steht. Die Katze sollte sich während des „Geschäfts“ ungestört fühlen. Insofern eignet sich das Badezimmer als Standort sicher besser als das von spielenden Kindern bevölkerte Kinderzimmer. Der Standort sollte dauerhaft sein. Katzen sind Gewohnheitstiere. Als ich einmal die Toilette ausgewaschen habe, hat Jamie sein Geschäft genau dort erledigt, wo sonst das Klo steht ;-).
Ob Sie ein Klo mit Dach nehmen oder ein offenes entscheidet meist die Katze :-). Als Mensch würde ich immer ein Haubenklo bevorzugen, da durch die Überdachung weniger Streu herausgescharrt wird. Es gibt aber auch Katzen, die partout nicht auf ein solches Klo gehen – der Katzen Wille sei ihr Königreich, dann biete man ihnen eine offene Toilette. Manche Katzen haben einfach Angst, in eine geschlossene Toilette zu gehen – klar, sie sind „gefangen“ da drin, wenn jemand davor steht. Es gibt von auch sehr schöne offene Toiletten mit extra hohem Rand, so dass auch nur wenig Streu nach draußen gescharrt wurde.
Natürlich ist Sauberkeit oberstes Gebot bei der Katzentoilette! Niemand möchte gerne auf ein Klo gehen, das „voll“ ist. Damit kommen wir auch schon zum Thema Katzenstreu.
Die Auswahl ist riesig. Die Entscheidung fällt nicht immer leicht und auch hier entscheidet der 4-Beiner mit.
Erstmal muss man unterscheiden zwischen klumpendem und nicht klumpendem Streu.
Letzteres ist für mich keine
Klumpende Katzenstreu bestehen meist aus Bentonit. Man sollte ein bisschen Vorsicht walten lassen bei Billigstreu, da die Hersteller dort den Bentonit nehmen, den sie günstig bekommen. Der stammt nicht unbedingt aus einem speziellen Steinbruch sondern evtl. auch aus Abfällen beim Bau und *kann* u. U. mit Arsen belastet sein. Da das Bentonit auch nicht immer aus der gleichen Quelle kommt, ist es möglich, dass ein Sack völlig in Ordnung ist und der nächste nicht. Falls Ihre Katze an ungeklärter Allergie, Husten, Akne oder ähnlichem leidet, ziehen Sie das Streu in Betracht.
Eine gute Alternative zu klumpendem Bentonit-Streu ist Cats Best Öko Plus. Dieses Streu besteht aus Holz, klumpt hervorragend und bindet Gerüche sehr gut. Es hat allerdings auch einen Nachteil: Die Holzstückchen sind sehr leicht und es fliegt in der Wohnung. Bei Kurzhaarkatzen hält es sich noch in Grenzen, Langhaarkatzen sehen schon manchmal recht „paniert“ aus. Leider, ansonsten ist dieses Streu wirklich hervorragend und der erstmal hoch wirkende Preis relativiert sich sehr schnell, weil das Streu sehr ergiebig ist. Manche nutzen auch Holzstreus, die nicht klumpen. Diese sind meistens sehr günstig zu erhalten, ein Beispiel ist Pitti Holzstreu. Es besteht aus Holzpellets, die zu Staub zerfallen, sobald sie nass werden. Man hat die Möglichkeit, das Streu dann einmal durchzusieben und nachzufüllen, was sehr gut geht, aber natürlich etwas aufwendiger ist, als Klumpen zu entnehmen. Ich hätte das in Kauf genommen, aber mein Kater ist partout nicht auf diese Pellets gegangen. Damit kommen wir nämlich zum „Faktor Katze“, der bei der Streuwahl nicht unentscheidend ist. Es nützt das schönste Streu nichts, wenn Katze es nicht mag… ;-)
Wir sind dann eine ganze Zeit bei einem recht bekannten kanadischem Klumpstreu angelangt, an dem mich eigentlich nur der Babypuderduft störte. Ich fand den absolut überflüssig, das Streu bindet auch ohne diesen Duft die Gerüche sehr gut. Aber leider konnte ich den Staub vom Extreme Classic nicht wirklich gut ab. Beim Katzenklo reinigen plagten mich Hustenanfälle, auch Pebbles atmete schwerer nach einem Klogang und für Ginis verstopften Tränenkanal, den sie von einem Infekt im Kittenalter zurückbehalten hat, war der Staub sicher auch wenig förderlich. So sind wir trotz hervorragender Klumpleistung vom EC zu Classy Cat gewechselt, im Moment teste ich gerade Golden Grey Master. Beide Streus sind zwar auch mit Babypuder, aber es hält sich noch in Grenzen ;-). Alle hier erwähnten Streus erhalten Sie z.B. bei Zooplus - mit dem großen Vorteil, sich nicht selbst abschleppen zu müssen ;-).
Bei den Kratzbäumen ist die Auswahl riesig. Es gibt sie in den tollsten Varianten, mehr oder weniger sinnvoll. Ich bin ein Freund von deckenhohen Bäumen. Katzen lieben es, zu klettern und von oben auf ihr Reich zu schauen. Schön ist es auch, wenn ein Stamm schön lang ist, so dass Katz sich richtig strecken kann beim Kratzen. Die meist vorhandenen Zwischenplatten werden gelegentlich als Liegeplatz genutzt, meist aber nur als „Treppenstufe“, es sei denn sie haben so eine schöne Liegemulde an ihrem Baum. Diese werden meist sehr gut angenommen.
Sie können einen fertigen Kratzbaum kaufen, z. B. bei Zooplus, dann wird er Ihnen auch nach Hause geliefert, oder Sie bauen selbst einen. Das hat den Vorteil, dass sie ihn ganz ihrer Wohnung anpassen können. Die wirklich schönsten selbstgebauten Kratzbäume habe ich auf Birgits Homepage gesehen. Ich habe auch schon welche selbst gebaut – nicht ganz so schön ;-) – aber auch sehr begehrt. Der „Stamm“ war der stabile Pappkern einer Teppichrolle, den erhalten sie meist kostenlos im Baumarkt. Das Sisal habe ich günstig über Ebay bekommen. Täuschen Sie sich nicht, wieviel Sisal man braucht! Mit Pi x Breite Sisal x Höhe Kratzbaum kommen leicht 100 m zusammen! Egal ob Sie ihn nun kaufen oder selbst bauen – stabil muss er sein. Ich hatte ein Papp-Ungetüm mit hässlichem Plüsch im Flur, den ich schon an der Wand fest dübeln musste, damit er nicht umkippt. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Wenn Sie oft einen neuen Kratzbaum kaufen müssen oder das Teil zusammenbricht und dabei ihre Bilder und Regale mit von der Wand reißt, haben Sie nicht wirklich Geld gespart. Massive Kratzbäume kosten Geld, halten aber auch viele viele Jahre. Sehr schöne Kratzbäume gibt es bei Pet Fun. Im Vergleich zu anderen Anbietern massiver Kratzbäume sind die Bäume von Pet Fun preislich attraktiver, aber nicht minder massiv. Ich selbst habe das Modell "Fina" erworben und o.a. "Papp-Ungetüm" wurde durch ein deckenhohes, selbstgebautes Modell ersetzt..
Eine
tolle Alternative oder auch zusätzliche Ausstattung zum Kratzbaum ist eine
Kratztonne.
Diese Tonnen in verschiedenen Größen sind meist mit mehreren Eingängen und
Zwischenbrettern versehen, so dass die Katzen darin herumklettern können. Die
Wände der Tonnen sind mit Sisalmatten umwickelt, so dass die Katzen die
Möglichkeit haben, daran zu kratzen und auch an der Tonne hochzuklettern. Die
Oberseite der Tonne ist gleichzeitig ein schöner Liegeplatz. Mit etwas Geschick
können Sie eine solche Tonne selbst herstellen, Sisalmatten erhält man wie
Sisalseil günstig im
Ein Beispiel, wie es aussehen könnte: In unserer Wohnung mit 5 Katzen stehen: Ein deckenhoher, selbst gebauter Baum im Flur. Dieser hat extra lange Säulen, damit sich Katz ordentlich strecken kann beim Kratzen. Im ausgebauten Dachboden (den die Katzen lieben!) steht ein kleinerer Baum mit breiter Liegefläche sowie eine Kratztonne, dazu ein Katzenhaus aus dem Zoohandel, an dem auch ein kleiner Kratzstamm befestigt ist. Ein richtig robuster Kratzbaum mit Kratztonne (bereits erwähntes Modell "Fina" von Petfun) steht im Wohnzimmer. Auf dem Balkon stehen festgebundene Baumstämme. Zusätzlich ist noch ein Kratzbrett neben der Tür an der Wand, welches Pebbles grundsätzlich bearbeitet, sobald ich nach Hause komme und die Tür aufschließe.
Sicher gibt es auch Katzen, die nicht eine solche Auswahl brauchen, aber *einen* Kratzbaum sollte jede Katze haben.
Katzen haben es gern warm. Plätze auf oder in direkter Nähe der Heizung sind sehr begehrt. Meist ist das verbunden mit der Fensterbank, also auch noch ein prima Aussichtsplatz. Es ist also eine gute Idee, einen gemütlichen Platz auf der Fensterbank einzurichten. Ich habe bei Zooplus Fensterbankliegen gekauft, die alle 3 Katzen sehr gut annehmen. Auf einer Couch liegt eine zusammengelegte Decke, auf der auch oft eine Katze liegt. Auf der anderen Couch liegt ein Lammfell, da liegt dann die nächste Katze. Und natürlich ist das Bett ein begehrter Platz – besonders Pebbles kann es gut, sich morgens derart in die Bettdecke einzuwickeln und zufrieden zu schnurren, dass ich vor Neid fast platze, wenn ich zur Arbeit gehen muss…
Wie schon bei den Kratzbäumen erwähnt, sehen sich Katzen gerne von oben alles an. Deshalb habe ich hoch oben im Flur Regale angebracht, die vom Kratzbaum aus erreichbar sind. Diese Regale sind mit Teppich betackert. Damit sie etwas weicher sind, ist zwischen Brett und Teppich Luftpolsterfolie. Beide Regale sind heiß begehrt, sehr oft liegt dort eine Katze. Man muss nur etwas aufpassen, wenn die Katzen dort auch schlafen. Gini drohte letztens herunterzufallen – auch wenn Katzen meist auf allen 4 Pfoten landen, es ist sicherer, ein kleines Netz davor zu spannen.
Ob Ihre Katze zu den dankbaren Annehmern der mehr oder weniger hübschen Körbe und Höhlen gehört, die im Zoohandel zu bekommen sind, werden Sie erst merken, wenn Sie es ausprobieren. Ich würde Ihnen aber raten – kaufen sie erstmal EIN Bettchen, wenn es denn so was sein soll, statt eines für jeden Raum. Oft wird eine flauschige Decke viel besser angenommen, und wenn nicht, kann man sie wenigstens selber gebrauchen :-). Eine Höhle sollte eh jeder Katzenhaushalt haben, denn zur Grundausstattung gehört auch ein Transportkorb. Unser Transportkorb steht im Schlafzimmer, eine weiche Decke ist drin und eine Decke ist noch um das wenig attraktive Teil rumgewickelt – somit ist auch oben drauf ein Liegeplatz. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Katzen lieber in dem Korb liegen, wenn es drinnen dunkel ist. Da er Lüftungsschlitze hat, wird er durch eine herumgewickelte Decke auch abgedunkelt. Bei uns liegt oft eine Katze drin. Oder wie auf dem Bild gleich zwei. Und damit gleich zum nächsten Thema:
Ein Transportkorb gehört zur Katzenausstattung wie Futternapf und Katzenklo. Vielleicht sagen Sie jetzt, dass Sie sich ja den Korb von einem befreundeten Katzenhalter ausleihen können. Schön und gut, und was machen Sie, wenn Ihre Katze morgens um 3 einen Unfall hat und sie *sofort* zum Tierarzt müssen? Es ist zu gefährlich, sie ungesichert im Auto zu transportieren. Ein gut verschließbarer und für die Katze nicht zu öffnender Transportkorb ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll:
- Transportmöglichkeit z. B. bei:
- Tierarztbesuch
-
Mitnahme in
den Urlaub oder in die Urlaubspension/zum Catsitter - bei Rassekatzen Transport zur Ausstellung oder zum Deckkater - Umzug
- Schlafhöhle für die Katze.
Besonders auf die Schlafhöhle möchte ich noch einmal eingehen. Da vermutlich keine Katze gerne zum Tierarzt geht, findet sie den Transportkorb evtl. beängstigend, wenn sie ihn nur zu diesem Anlass sieht. Daher ist es sinnvoll, den Transportkorb permanent in der Wohnung zu belassen, damit er für die Katze völlig normal ist. Wenn er dann noch mit einem kuscheligen Deckchen ausgestattet ist, hat man gleich eine schöne Schlafhöhle für den Stubentiger. Die Decke sollte waschbar sein, denn auf dem Transport zum Tierarzt kann es schon mal passieren, dass die Katze sich entleert. Auch wäre es ja möglich, dass sie wegen Übelkeit der Katze zum Tierarzt fahren und sie erbricht. Aus diesem Grund halte ich auch abwaschbare Kunststoffboxen für sinnvoller als die zugegebenermaßen attraktiveren Korb-Höhlen, die man aber nur schwerlich reinigen kann. Letztere sind meistens auch noch mit einem „Verschluss“-System ausgestattet, das selbst mein damals 10 Wochen alter Kater Max aufbekam…
was gibt’s schöneres, als spielenden Katzen zuzusehen?
Jamie hingegen hat in jüngeren Jahren verrückt gespielt, wenn ich eine kleine Spielmaus an einer Schnur befestigt habe. Heute ist er gemütlicher geworden :-) aber gelegentlich kann ich ihn schon noch locken.
Katzen sind Individualisten, und wenn die eine Katze wie verrückt hinter einem Bällchen herjagt, gähnt die andere nur gelangweilt. Sehr gut kommen aber meistens Spielangeln an, mit Federn oder Bändern dran. Nehmen sie lieber die etwas Stabileren und die Federn müssen auch nicht zwingend gefärbt sein. Auch die Stäbe mit Federn/Bändern dran, ohne Angel, sind eine tolle Sache. Katzen mögen es besonders, wenn man diese Stäbe schnell hin und her bewegt, am besten noch unter der Decke, so dass immer nur kurz ein Stückchen zu sehen ist.
Virginias Nonplusultra ist eine
Reitgerte.
Nun denn – nicht jeder Katz Sache :-)). Dem folgt der
CatDancer.
Dieses eigentlich sehr simpel hergestellte Spielzeug lässt die meisten Katzen
ganz schön ausflippen :-). Vom gleichen Hersteller gibt es auch den
CatCharmer, das ist ein Stab mit einem bunten Band,
das man über den Boden schlängeln lassen kann.
Im Zoohandel ist eine nicht zu zählende Auswahl an mehr oder weniger sinnvollem Spielzeug. Probieren Sie einfach mal aus, welches Ihre Katze toll findet. Nur um eines möchte ich Sie bitten: Kaufen Sie kein Spielzeug aus echtem Fell. Es kann sein, dass die Katze dann mit einem Stück Artgenossen spielt…
Nicht
jeder möchte oder kann teures Spielzeug kaufen – deshalb muss ein Katzenalltag
nicht langweilig aussehen. Mit ein bisschen Phantasie kann man hervorragend
selbst Spielzeug herstellen.
Sei es besagte Papierkugel, ein alter Tischtennisball, ein kleiner zugeklebter
Karton mit Löchern, die groß genug sind für Katzenpfoten, im Karton ein kleiner
Ball oder paar Leckerlis, ein Plastik-Ei (Inhalt
vom Ü-Ei) mit Murmel, Steinchen oder Reiskörnern drin, damit es klappert bzw. „unrund“ läuft
– der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt und Katzen sind nicht versnobt –
ihnen ist der Preis eines Spielzeugs völlig egal. Achten Sie mal beim nächsten
Einkauf drauf: Einige Supermärkte haben diese wunderbaren Papiertüten. Das
personifizierte Katzenspielzeug :-). Bitte schneiden Sie die Henkel von den
Tüten ab, damit
die Katze nicht mit dem Kopf durch kriecht.
Einen
besonderen Punkt nimmt die
Katzenminze ein.
Sie ist kein Spielzeug als solches, sondern animiert zum Spielen. Der Duft
dieser Kräuter regt fast alle Katzen zu einem
spielerischen Verhalten
an, sie wirken nahezu berauscht. Dieses
Der Vorteil der Katzenminze ist, dass Sie damit auch ungeliebte Gegenstände attraktiver machen können, wie z. B. das bisher ungenutzte Katzenbett oder den Kratzbaum. Dafür eignet sich besonders das Catnip-Spray, welches sie im Zoohandel bekommen.
Vorsicht ist angesagt bei Wollknäueln. Die Katze kann die Fäden fressen, und es kann ein Darmverschluss drohen. Lassen Sie Ihre Wolle deshalb nicht unbeaufsichtigt.
(Foto: Norwegerin Yosemite, Virginias Tante, wohnt bei einer Freundin)
Ein Halsband kann sinnvoll sein, wenn Ihre Katze Freigänger ist. Nun bin ich persönlich überhaupt kein Freund von ungesichertem Freigang - also machen Halsbänder für mich auch keinen Sinn ;-). Aber Spaß beiseite. Mein Max starb auf der Straße, daher die Ablehnung. Er trug ein Halsband, und das war gut so: An diesem Halsband war eine kleine Adresskugel befestigt und so konnte mir der Finder Bescheid geben, dass mein kleiner Schatz überfahren wurde. So grausam es war - Ungewissheit wäre noch viel schlimmer gewesen! Daraus ergibt sich - wenn eine Katze frei läuft, ist es sinnvoll, ihr ein Halsband mit Adresse anzulegen.
Die lustigen kleinen Glöckchen, die meist daran befestigt sind, finde ich aber überflüssig. Sie sollen Vögel warnen - aber das ist Unfug. Einen gesunden Vogel wird eine Katze nur selten fangen können und einem kranken oder jungen Vogel hilft es auch nicht weiter, wenn er mit Glockengeläut verspeist wird... Auch könnte sich die Glocke an einem Ast verhaken, genau wie das ganze Halsband. Damit die Katze dann nicht gefangen ist, sollte es ein Halsband sein, aus dem sie sich notfalls befreien kann. Der Zoohandel hält da einiges bereit an verschiedenen Modellen, die in einem solchen Fall aufgehen oder abstreifbar sind. Wichtig: Gewöhnen Sie Ihre Katze an das Halsband, *bevor* sie damit nach draußen geht.
Wenn Sie Ihre Katze nur auf den mit einem Netz gesicherten Balkon lassen oder in den gesicherten Garten, dann ist ein Halsband überflüssig. Flohhalsbänder würde ich auch nicht anwenden. Vor vielen Jahren kannte ich eine wunderbare Rottweilerhündin. Sie hatte öfter Flöhe - und bei ihr hätte man eigentlich sehen müssen, wie die Flöhe einfach über das Band rüberhopsten - denn die zeigten sich von diesem Band äußerst unbeeindruckt. Das nächste Problem ist, dass ich die Bänder wegen der enthaltenen Insektizide bedenklich finde. Die wirken ja nicht nur auf die Flöhe sondern auch auf die Tierhaut. Einige Katzen reagieren schlichtweg allergisch auf Flohbänder. Und - inzwischen gibt es ja auch Flohbänder mit Sollbruchstelle oder Dehnbund, falls sich die Katze verheddert - wenn keine Sollbruchstelle nicht da ist, kann es zu schweren Verletzungen kommen, z. B. wenn die Katze mit einem Bein durch das Band geht und nicht mehr raus kommt. Das können Sie sich auf Bellas Seite ansehen - ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...
Manche Katzen finden es ok, an der Leine zu gehen. Meine Pebbles gehört weniger dazu. Die findet das Ding einfach lästig. Kira hat sich damals auf den Rücken geschmissen und die Leine bekämpft :-). Aber Virginia findet das Geschirr nicht schlimm. Mit diesem Geschirr und Leine habe ich sie mal in den Garten einer Freundin mitgenommen, der zwar einen Zaun hat, aber dennoch nicht ausbruchsicher ist. Gini war schwer begeistert. Auch bei einem Geschirr gilt: Gewöhnen Sie Ihre Katze daran, bevor sie mit ihr rausgehen. Das Geschirr mit Leine ist eine gute Alternative, wenn Sie einen Garten haben, den Sie nicht einzäunen können oder Ihre Katze gerne Auto fährt und so raus in die Natur kommt. Tipp: Für Hunde gibt es extra lange, so genannte Schleppleinen (auch Feldleine, Trainingsleine genannt). Die sind dann bis zu 25 m lang und werden einfach vom Hund mitgeschleppt, er kann sich aber frei bewegen, wo er will. Diese Leinen eignen sich auch gut für Geschirr-gewöhnte Katzen, die mal "unbewacht" in ihrem Garten stromern möchten.
Und nun - alles Gute für Sie und Ihre Samtpfoten :-)
(c) Martina Alex 31.01.2006 (überarbeitet 03.03.2007) |