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Doggycat
Tierschutz &
Tierhaltung
für Interessierte: Das Deutsche
Tierschutzgesetz als
pdf-Datei
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.
Albert Schweitzer

Tierschutz in Deutschland - Jeder kann
etwas tun, auch im kleinen Rahmen!
Sicher ist Deutschland nicht das schlechteste Land für
ein Tier. Viele Menschen geben zigtausende Euros für mehr oder weniger sinnvolle
Nahrungsmittel und -ergänzungen sowie Spielzeug für ihre liebsten Haustiere
aus, kaum einer würde auf die Idee kommen, einen Hund oder eine Katze zum Mittag
zu verspeisen. Aber dennoch liegt einiges im Argen. Tierquälerei wird immer noch
als Kavaliersdelikt angesehen, die Strafen sind lächerlich und können nicht mal
zur Abschreckung dienen. Noch immer werden ungewollte Katzenbabys erschlagen
oder ersäuft. Auch landen zu jedem Ferienbeginn noch immer sehr viele Tiere im
Tierheim - wenn sie "Glück" haben. Oft genug werden sie auch einfach ihrem
Schicksal überlassen oder an Autobahnraststätten ausgesetzt, noch perfidere
Gestalten werfen sie während der Fahrt aus dem Auto. Da sitzt er dann, der Hund,
und fragt sich, was er denn falsch gemacht hat, er hat seinen Herrn doch nur
lieb gehabt. Selbst Goethe stellte schon fest, dass es wohl mehrere Jahrhunderte
brauchen wird, bis wir das, was wir unseren Tieren angetan haben, wieder gut
machen können...
Oft sind es aber
gar nicht die extremen Fälle. Keiner kann sagen, wie viele Tiere in wenig
artgerechten Zuständen gehalten werden. Da ist der einzelne und verlassene
Wellensittich in einem winzigen Käfig, den er seit 10 Jahren nicht
verlassen hat, plärrt unentwegt "Hansi liiiiiieb" und seine einzige Abwechslung
besteht aus einem Salatblatt einmal die Woche. Der Hund, der 10 Stunden
lang allein gelassen wird, weil die Menschen weg sind. Dass sie arbeiten gehen,
ist ja in Ordnung - aber doch nicht für den Hund, der da allein he rum sitzt und
vermutlich die Nachbarn mit seinem Geheule an den Rand des Wahnsinns bringt.
Genauso geht es den meisten Katzen. Wer einmal 2 Kätzchen hat spielen
sehen, würde nicht im Traum darauf kommen, sie zu trennen! Es gibt zwar klassische Einzelkatzen,
die einfach keine weitere Katzen dulden, meist durch negative Erlebnisse. Die meisten
Katzen ziehen Gesellschaft vor, besonders, wenn ihr Mensch den ganzen Tag nicht
da ist. Kommt dann der von der Arbeit geschaffte Mensch nach Hause, hat er meist
wenig Lust, stundenlang mit seinem Kätzchen zu spielen - und wundert sich dann,
warum das Tier auf einmal aggressiv reagiert oder unrein wird. Bevor der Fehler
bei sich selbst gesucht wird, landet das unbequem gewordene Tier dann im
Tierheim - und wartet dort mit ungezählten weiteren Kätzchen meist jahrelang -
falls überhaupt ein verständnisvoller Mensch kommt, der der armen Seele eine
neue Chance gibt. Von Tieren, die eigentlich gar nicht in die Wohnung
gehören, gar nicht zu sprechen. Da liegt ein Krokodil in der Badewanne, wie
"nett". Und wenn es etwas größer wird?! Was dann?
Sehr interessanter
ist es auch, wenn wir an unsere Nutztiere denken. Da wird schon mal eine Kuh
aus Norddeutschland quer durch Europa bis in den Libanon gekarrt, bevor sie geschlachtet
wird. Es ist ja nicht "nur" die Fahrt alleine! Die Behandlung während der Reise
ist unglaublich! Sie können das beim
Deutschen Tierschutzbund
nachlesen: Die Hölle auf Erden – Die Reise
eines Rindes von Emden nach Beirut. Das ZDF strahlte Manfred Karremanns
Filmdokumentation "Endstation Beirut" am 11. Oktober 2005 um 22.15 Uhr in der
Sendung 37° aus.
Einen großen Erfolg gab es am 23.12.05 - die EU will die Subventionen für Tiertransporte
streichen :-).
Nachlesen können Sie dieses
hier.
Solche Meldungen haben wir den unermüdlichen Einsätzen der Tierschutzvereine zu
verdanken, vielleicht werden Sie einfach Mitglied in einem dieser Vereine, so haben Sie die Möglichkeit, mit
einer kleinen Summe, die schon bei € 20,- im Jahr anfängt, dauerhaft
mitzuhelfen, dass die Tierschützer weiter ihre so wertvolle Arbeit machen
können.

Die Nachrichten und auch weitere Seiten beim Deutschen
Tierschutzbund zeigen uns, das Glücksschweine anders aussehen als in
Massentierhaltung
 auf
Spaltböden, damit der Bauer wenig Dreck hat. Wussten Sie, dass Ferkel ohne
Betäubung kastriert werden? Gerade den
Männern dürfte sich bei solchen Gedanken alles
zusammenziehen. Oder wie Geflügel "normalerweise"
gehalten wird, weniger als ein DIN-A-4-Blatt hat
ein Huhn in der Legebatterie, ab 2003 eine ganze
Bierdeckelgröße mehr. Der Mensch wird noch absichtlich verunsichert durch
Nachrichten, dass Eier aus Käfighaltung ja viel gesünder seien und findet das
dann ganz toll, dass die Politik ja jetzt auch etwas größere Käfige einführen
will. Was für eine Verdummung, ein Huhn gehört
in den Stall / auf die Wiese und braucht kein zig mal am Tag angehendes
künstliches Licht, damit es noch ein Ei rausdrückt!

Und dann gibt es auch hierzulande noch Tierversuche.
Sicher kann man Tierschützer verstehen, die nachts in Labore einbrechen und
Tiere befreien - aber langfristig hilft sicher nur ein Umdenken. Das ist
vergleichbar mit dem Bauern der Katzenbabys ertränkt - ich kann ihm immer
wieder seine Kätzchen wegnehmen oder ihm irgendwie klar machen, dass eine
Kastration sinnvoller ist - dann entstehen gar nicht erst ständig neue Kätzchen.
Auch bei den Hunden in Spanien ist es nicht anders - es hilft nicht allein, so
viele Galgos wie möglich zu retten und zu vermitteln. Die Jäger besorgen sich
Nachwuchs. Es muss ein Umdenken passieren, Tierquälerei ist kein
Kavaliersdelikt, die Strafen sollten auch als solche erkennbar sein!
Da helfen nur Infos Infos und noch mal Infos, damit diejenigen überhand nehmen,
die sich *gegen* die Quälerei stellen. Aber zurück zu Tierversuchen - Beim
googlen über das Thema war mir die Organisation
Ärzte gegen Tierversuche e.V. sehr
sympathisch, da sie auch viel Infomaterial bereit hält, das beweist, dass
Tierversuche schlicht und ergreifend Schwachsinn sind.
Was
auch nur schwer nachvollziehbar ist, sind die Panikreaktionen. Da hat irgendwo
eine Kuh
BSE
- und schon werden alle getötet. Die Kuh, die damals den Wahnsinn überlebte,
Jeanne d'Arc, erfreut sich übrigens bester
Gesundheit. Vergessen haben die Menschen, dass sie selbst es waren, die Kühe,
von Natur aus Vegetarier, mit Schlachtabfällen in Form von Tiermehl gefüttert
haben und so die Krankheit erst entstand. Auf dem o.g. BSE-Link können Sie das
bei Wikipedia weiter nachlesen. Oder denken Sie an die Vogelgrippe. Natürlich
müssen wir uns, unsere Kinder und unsere Tiere schützen, aber
lebende (!) Vögel in Mülltonnen zu werfen oder in Plastiksäcken verpackt
lebendig (!) zu vergraben, ist definitiv nicht akzeptabel. So etwas darf in einer
zivilisierten Welt nicht passieren!
(Sie können auf den Seiten des
BMT gegen
aktuelle Missstände mit Petitionen protestieren, geben Sie den Tieren Ihre
Stimme).
Sehr schlimm hat es auch die so genannten Kampfhunde
getroffen - da haben gewissenlose Menschen aus einem kräftigen Tier eine Waffe
gemacht, deshalb starb ein kleiner Junge. Natürlich war das grauenhaft - aber
anstatt zu sehen, dass die Menschen dieser scharf gemachten Hunde Schuld waren -
nein, es wurden alle Tiere dieser und ähnlicher Rasse/n verdammt und die
Menschen, die so einen Hund halten, werden schief angeguckt und
gemieden. Dabei
ist vermutlich auch den meisten Menschen klar, dass kein Hund von Geburt an
böse ist, und doch sehen viele einen Pitbull aufgrund seiner körperlichen Kraft
automatisch als gefährliche Waffe an. Würden Sie Ihren Nachbarn auch lieber
einschläfern lassen, wenn er durchtrainierte 100 kg wiegt? Er hätte die Kraft,
sie zu töten. Nicht? Aber bei einem Hund halten sie es für normal?! Eine
Möglichkeit wäre ein Hunde-Führerschein, der bestätigt, dass jemand aufgrund
seiner psychischen und physischen Verfassung in der Lage und willens ist, den so
genannten "Kampfhund", den er gerne hätte, hundegerecht zu halten, und ihn
nicht als Waffe zu missbrauchen, um damit Mitmenschen zu gefährden.
Was nun?!
Man kann auch im kleinen Stil viel tun. Machen Sie den
Mund auf! Geben Sie den Tieren eine Stimme!
- informieren Sie sich über das Thema Tierschutz.
Es passieren Dinge, die glaubt man einfach nicht.
- treten Sie in einen
Tierschutzverein ein. Sie müssen
nicht aktiv sein, wenn Sie das nicht können/wollen - auch eine kleine Spende
oder ein jährlicher Mitgliedsbeitrag ist eine große Hilfe. Schauen Sie sich auf
der Link-Seite um,
welche Institution Sie unterstützen wollen. Oft organisieren Tierheime auch
Sommer- oder Weihnachtsfeiern, oder es werden Sachen verkauft, die Tieren zugute
kommen.
- bitte sagen Sie nicht "ich hab doch selber kein Geld
und das bisschen, was ich geben könnte, hilft doch eh nicht". Lesen Sie bitte
dazu diese "Rechnung".
- vielleicht interessieren Sie sich für einen
Hund/Katze, sind sich aber nicht sicher, ob Tierhaltung wirklich das richtige
für Sie wäre? Dann fungieren Sie doch als Pflegestelle! Nehmen Sie ein Tier von
einer Tierschutzorganisation / einem Tierheim zur Pflege bei sich auf, bis sich
neue Menschen gefunden haben. So haben Sie die Möglichkeit, zu schauen, ob Sie
auf Dauer mit einem Tier leben möchten. So mancher Pflegling ist schon dauerhaft
bei seinen Pflegern geblieben.. ;-)
Auch im Tierheim können Sie fragen, ob Sie helfen können - z. B. mit einem Hund
spazieren gehen, für eine Katze eine Patenschaft übernehmen oder vielleicht
Vorkontrollen bei potentiellen Interessenten durchführen.
- vielleicht haben Sie beim nächsten Futtereinkauf ein
paar Dosen über. In den großen Zooläden stehen Gitterboxen für Futterspenden
fürs Tierheim.
- kaufen und tragen sie keine Pelze. Besonders nicht von Tieren, die
höchstwahrscheinlich einzig und allein für ihren Mantel geboren, in viel zu
kleinen Käfigen gehalten und dann abgezogen wurden, wie bspw. Nerze, Füchse,
Chinchilla und auch Kaninchen. Lesen Sie dazu auch den Bericht
im
Stern
vom 08.12.2005 oder schauen Sie bei
Peta. Für viele dürfte der Gedanke
unerträglich sein, Bello oder Minka um den Hals zu tragen. Aber so ist es: Auf
den Seiten des Deutsche Tierschutzbundes können Sie nachlesen, dass Recherchen
ergeben haben, dass sich hinter kuscheligem
Fellbesatz häufig auch die Felle von
Katzen und Hunden verstecken. Deutschland ist einer der Hauptimporteure von
Katzenfellen z. B. aus China. Da es keine gesetzlich vorgeschriebene
Kennzeichnungspflicht gibt, kann die Modeindustrie diese Qual legal verschleiern
und die Kunden so täuschen. Ein Importverbot für Hunde- und Katzenfelle, wie es
der Deutsche Tierschutzbund und der BMT seit Jahren fordert, gibt es in Deutschland noch
immer nicht. Einziger Lichtblick: Die EU diskutiert ein generelles Importverbot!
Und jetzt, Ende 2006, scheint tatsächlich Hoffnung aufzuflammen - die
Europäische Kommission hat einen Verordnungsentwurf auf den Weg gebracht, wonach
in Europa die Herstellung und Vermarktung sowie die Ein- und Ausfuhr von
asiatischen Hunden- und Katzenfellen ausnahmslos verboten werden soll. Diesem
Entwurf müssen nur noch das Europäische Parlament und der Ministerrat zustimmen
- die Zustimmung gilt bereits als sicher, da von beiden Instanzen ein Verbot
befürwortet wird!! Damit steigt die Hoffnung, dass in Zukunft Millionen von
Katzen und Hunden ein grausames Leben und ein noch grausamerer Tod erspart
bleibt.
Update:
Es gibt gute Nachrichten!
Ab dem 01.01.2009 tritt Deutschland vom Pelzimport
aus Asien zurück.
Kein Handel mit Hunde- und Katzenfellen mehr !
- kaufen Sie Kosmetik von Herstellern, die ohne Tierversuche auskommen. Diese
ist auch viel gesünder, da sie meist aus reinen Naturprodukten besteht. Man muss
ich ja nicht unbedingt mit purer Chemie eincremen, die vorher Kaninchen in die
Augen gerieben wurde! Wenn Ihnen beim Duschen mal Seife ins Auge läuft, stellen
Sie sich doch mal vor, sie könnten es nicht zukneifen, weil es durch eine
Apparatur auf gehalten wird...
Eine Liste mit Kosmetik, für die keine Tierversuche erfolgten, finden sie z.B.
beim
Deutschen
Tierschutzbund:
Kosmetik-Positivliste: Hersteller
Kosmetik-Positivliste: Läden und Vertriebe
- kaufen Sie keine Eier aus Käfighaltung. Aldi, Edeka und einige weitere
Supermarktketten haben Käfig-Eier bereits aus
dem Sortiment genommen - ein großer Erfolg. Sie erkennen an dem Stempel auf
dem Ei, wie das Huhn gehalten wird. Jedes Ei ist mit einer Nummer und einem Herkunftskürzel ausgestattet.

0 = ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
Über die verschiedenen
Haltungsformen können Sie sich
hier informieren.
Das der Nummer folgende Länderkennzeichen
informiert über das Herkunftsland des
Eies:
DE = Deutschland,
NL = Niederlanden
FR = Frankreich
BE = Belgien
IT = Italien
AT = Österreich.
Die weiteren Zahlen und Buchstaben kennzeichnen die
registrierte Nummer von Legebetrieb und Stall.
- Wenn Sie nicht ganz auf Fleisch verzichten möchten, dann achten Sie beim Kauf
darauf, dass das Fleisch von Betrieben stammt, die ihre Tiere artgerecht halten.
Kaufen Sie kein Billigfleisch. Ein Huhn für 2-3 Euro *kann* unmöglich artgerecht
gehalten worden sein! Wenn Sie die Möglichkeit haben, kaufen Sie Biofleisch. Es
ist zwar etwas teurer, aber Sie haben mehr davon. Nicht nur ein ruhigeres
Gewissen - auch bleibt beim Braten oft mehr vom Fleisch über, weil es nicht
künstlich aufgespritzt ist... Bio-Geflügel z.B. ist deutlich gesünder als
konventionell gehaltenes Federvieh, denn das Futter der Hühner aus ökologischer
Haltung enthält weder synthetische Futterzusatzstoffe (außer Vitaminen) noch
Wachstumsförderer und darf auch nicht vorbeugend mit Medikamenten behandelt
werden. Wenn ein Tier auf einem Öko-Hof krank wird, muss der Halter mit der
Schlachtung doppelt so lange warten wie ein konventioneller Hühnerhof. Und die
Haltung ist nicht zu vergessen. Im Bio-Stall sind maximal 7 Hühner auf einem
Quadratmeter, sie haben Sitzstangen, natürliches Licht, können scharren und im
Freien haben die Hähnchen mindestens 2,5 m² Auslauf. Auch das sonst übliche
Kürzen der Schnäbel ist verboten.
Sie müssen für die Bioware nicht zum Ökobauern oder Hofladen fahren - viele
große Supermarktketten halten inzwischen auch Bioware bereit. Aber Achtung, nur
die Wörter "ökologisch", "biologisch" und "organisch" sichern durch die
Öko-Verordnung der EU, dass die Ware wirklich aus der entsprechenden Haltung
kommt. Wörter wie "naturnah", "kontrolliert", "umweltschonend" etc. sind
hingegen noch kein Garant dafür.
Haben Sie Appetit bekommen auf Essen ohne Fleisch?
Eine Freundin von mir, Kerstin S., seit vielen Jahren Vegetarierin, hat
dankenswerterweise ein paar superleckere
Rezepte
zusammengestellt! Danke :-)
  
Mein Buchtipp zum Thema. Leckere
Rezepte, tolle Bilder, viele Infos. Sollte in keiner Küche fehlen, hier finden
auch Nicht-Vegetarier leckere Alternativen. Ganz bestimmt :-)
Und nun: Guten Appetit :o)
Mit dem Button rechts kommen Sie weiter zu Links zu
Organisationen, die ich für förderungs- und/oder beachtungswürdig halten. Haben
Sie auch eine wertvolle Information/Link für mich? Dann schicken Sie mir eine E-Mail!
Text: M. Alex, 19.12.2005
(überarbeitet 2006/2009)

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