Gesundheitsvorsorge

 

Vorsorge ist besser als Nachsorge – was für uns Menschen gilt, gilt für die Tiere genauso.

 

Wenn man seinem tierischen Begleiter ein schönes Zuhause bietet, mit Schlafplätzen, Rückzugsmöglichkeiten, Spielzeug, bei Katzen einen Kratzbaum, bei Vögeln eine entsprechend große Voliere und Flugmöglichkeiten hat man schon viel gemacht.

 

Das Tier muss aber auch spüren, dass es gewollt und geliebt wird – denn es nützt das teuerste Spielzeug nix, wenn man es lieblos hinwirft und selber wieder die Wohnung verlässt. Spiel- und Streichelstunden, bei Hunden lange Spaziergänge sind obligatorisch und für jeden Menschen, der sein Tier liebt, dürfte das auch eine Selbstverständlichkeit sein.

 

Es gibt zwar Haustiere, denen auch der größte Trubel nichts ausmacht, aber eine stressfreie Umgebung ist doch das, was sich die meisten wünschen. Auch darf man nicht unterschätzen, dass Tiere Spannungen, die z. B. von sich streitenden Menschen ausgehen, ganz genau spüren! Gerade Hunde bekunden das auch oft mit Unmut durch lautes Gejaul, Katzen ziehen sich eher zurück.

 

Wichtig ist die Ernährung – man ist, was man isst. Zu einseitig, zu süß – das gilt nicht nur für viele Menschennahrung, sondern auch für die meiste Tierkost, die im Supermarkt erhältlich ist. Nett gemeinte übermäßige Leckerchengaben lassen unsere Tiere mit ordentlich Übergewicht & schlechten Zähnen durchs Leben laufen. Dadurch kommt es zu einem angeschlagenen Immunsystem und wenn tatsächlich mal ein Virus im Anmarsch ist, schreit das Tier gleich „hier“.

 

Tägliches Dosenöffnen für Hund und Katze ohne Nachdenken langt nicht. Ich habe auch jahrelang der Fertigfuttermittelindustrie ihre schöne bunte Werbung geglaubt – bis ich eine Katze an Magenkrebs verlor und eine Katze Unverträglichkeiten mit Störungen der Darmflora bekam. Seit der Umstellung auf *artgerechtes* Futter sehe ich den Unterschied. Wem es zu anstrengend ist, das Futter selbst zuzubereiten, der kann auf hochwertiges Fertigfutter zurückgreifen. Lesen Sie die Inhaltsangabe! Ein Katzenfutter bspw. sollte frei sein von Zucker, pflanzlichen Eiweißextrakten und es sollte einen hohen Fleischanteil aufweisen. Tierische Nebenerzeugnisse sind zwar nicht per se schlecht, denn die Katze braucht auch Federn/Fell als Ballaststoff, aber was da so in den Futterdosen ist, das möchte man lieber nicht wissen. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

 

Leckerlis sollten nicht regelmäßig gegeben werden, und wenn Ihr Tier etwas dafür tun muss, dann verbinden Sie das Leckerchen auch noch mit Spiel und Beschäftigung. Das kann apportieren sein oder eine Clickerübung, oder man versteckt das Leckerli in einen kleinen Karton mit Löchern, so dass die Pfoten gerade noch hereinpassen. Langeweile ist oft ein Problem von Haustieren berufstätiger Menschen, und so kann man mit einfachen Mitteln etwas zusätzliche Abwechslung ins Tierleben bringen.

 

Einmal jährlich sollten Sie Ihr Tier dem Tierarzt zum Gesundheitscheck vorstellen, bei Krankheitssymptomen natürlich sofort. Er wird das Tier abtasten & die Zähne kontrollieren. Impfungen sollten maßvoll gegeben werden – eine Grundimmunisierung ist für viele Jahre ausreichend! Lesen Sie hierzu bitte die Seite www.haustierimpfungen.de.

 

Wenn das Tier erwachsen ist, spätestens aber so ab ca. 5 Jahren, ist es ratsam, jährlich ein Blutbild anfertigen zu lassen. Sie haben dann über Jahre die Möglichkeit, die Werte zu vergleichen, können sehen, ob einzelne Werte sich verändern und so schon im Anfangsstadium dagegen wirken. Dieses ist z. B. besonders wichtig bei der chronischen Niereninsuffizienz, eine Krankheit, die gerade Katzen leider recht häufig bekommen und die letztendlich tödlich verläuft. Wenn man sie aber frühzeitig erkennt, kann man den Krankheitsverlauf stoppen oder deutlich verlangsamen und so die Lebenserwartung seines Lieblings bei guter Lebensqualität deutlich verlängern.

 

Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt immer eine Kopie der Blutwerte geben und heften Sie sie in einem Ordner, den Sie nur für Ihr Tier angelegt haben. So haben Sie immer alles griffbereit, auch wenn mal ein Notfall eintritt. Es ist sehr wertvoll für einen behandelden Not-Tierarzt, wenn er schon auf alte Befunde zurückgreifen kann.

 

Das Thema Blut hat ein eigenes Kapitel bekommen, genauso wie der Umgang mit kranken Tieren. Klicken Sie bitte auf der Seite Katzen-Infos auf den entsprechenden Punkt oder folgen Sie den Links hier im Text.

 

Alles Gute für Sie und Ihre(n) vierpfotigen oder gefiederten Mitbewohner!