"Rechnung"

Ich unterhalte mich natürlich mit einigen Menschen über Tierschutz. Da hört man dann manchmal Sätze wie "ich würde ja gerne helfen, aber meine Finanzen lassen das leider nicht zu". Dann sage ich "aber es kommt doch nicht auf die Summe an! Auch ein kleiner Betrag hilft". Worauf dann meistens folgt "ach was soll denn ein Tier mit 10 Euro oder so anfangen. Das wäre doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein". Das sehe ich anders, und wenn man auf die Tierschutzseiten schaut - das sehen die Helfer auch anders :-).

Eine kleine Rechnung:

Bleiben wir einfach mal bei den 10 Euro.
Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass 100 Leute, die wenig Geld haben, 10 Euro spenden, ist höher, als einen zu finden, der 1000 Euro spendet. Sicher gibt es letzteren auch, aber die Regel ist das sicher nicht.

Selbst wenn ich nur 10 Leute habe, die 10 Euro spenden, ergibt das 100 Euro. Mit 100 Euro kann man je nach Region und Tierarzt (für Tierschutzfälle berechnen Tierärzte manchmal weniger) 1-2 Katzen kastrieren lassen. Was das bringen soll? Das kann man sehr gut bildlich darstellen. Gehen wir mal davon aus, dass ein Katzenpärchen zweimal pro Jahr Nachwuchs haben und pro Wurf nur 3 Junge geboren werden oder überleben. Ergibt in 10 Jahren mehr als 80 Millionen (als Zahl: 80.000.000) Nachkommen:

 nach 1 Jahr: 12 Katzen
nach 2 Jahren: 66 Katzen
nach 3 Jahren: 382 Katzen
nach 4 Jahren: 2 201 Katzen
nach 5 Jahren: 12 680 Katzen
nach 6 Jahren: 73 041 Katzen
nach 7 Jahren: 420 715 Katzen
nach 8 Jahren: 2 423 316 Katzen
nach 9 Jahren: 13 958 290 Katzen
nach 10 Jahren: ÜBER 80 MILLIONEN KATZEN!!!

Ich denke, es kommt nicht auf die Summe an, sondern auf den Wunsch, zu helfen. Und der ist bei finanziell weniger gut betuchten Menschen sicher nicht weniger ausgeprägt. Es sind nur 2-3 Schachteln Zigaretten, ein paar SMS weniger im Monat, die mithelfen können.

Lesen Sie dazu auch auf der Seite "Tierschutz Deutschland" die Tipps, was man tun kann - nicht alles muss viel kosten. Wenn Sie keine Eier von Hennen aus Käfighaltung mehr kaufen und vielleicht auch noch ihre Mutter davon überzeugen können, die dann wiederum die Nachbarin.... auch das ist praktizierter Tierschutz, und der kostet nicht viel Geld!