
Käfig / Sitzstangen
Ein typischer Vogelkäfig,
den wir von Oma, Frau Schulze oder aus dem Fernsehen kennen, ist für einen
Wellensittich grundsätzlich zu klein. Es gilt für Käfige immer die Regel: Je
größer, desto besser. Für die Zeit, die sich unsere gefiederten Freunde im Käfig
aufhalten, sollte für ausreichende Bewegungsfreiheit gesorgt werden.
Der Käfig, den ich von
Anfang an meinen ersten beiden Wellis zur Verfügung stellte, war ca. 70 x 40 x
50 cm groß und bot wesentlich mehr Platz zur die Wellis als die viel zu kleinen,
oben erwähnten Käfige. Denn auch Welli freut sich, wenn er nicht nur auf 2
Sitzstangen hin- und herhüpfen kann, sondern mehrere (zusätzlich auch möglichst
in unterschiedlichen Ebenen) zur Verfügung hat. Und diese Möglichkeit ist nur ab
einer bestimmte Größe gegeben, OHNE einen kleinen Käfig so voll zu stopfen, dass
sich Welli kaum noch bewegen kann!
Idealerweise haben
die Sitzstangen nicht den gleichen Durchmesser.
Die Vogelfüßchen lieben Abwechselung beim Sitzen. Stangen des gleichen
Durchmessers können diese Abwechselung und somit auch keine vernünftige
Durchblutung fördern. Viele Wellensittiche erlangen mit den fortschreitenden
Lebensjahren leider verkrüppelte Füßchen,
da sie immerfort auf Stangen des gleichen Durchmessers saßen.
Eine große Freude
können sie ihren Wellis mit kleinen selbst
gesammelten Ästen machen. Hier ist nicht nur eine Abwechselung für
die kleinen Füße gegeben, sondern Welli wird sich auch freuen, dass er etwas
schönes zum Knabbern
und Zernagen hat. Letztlich werden Sie unter Umständen auch froh sein,
dass ihre gefiederten Freunde die Äste im Käfig und nicht Dinge in Ihrer Wohnung
zerlegen **g**.
Auch in Ihrer Umgebung
lassen sich mit Sicherheit kleinere Äste finden, die sie z. B. ganz einfach
diagonal in den Käfig einbringen können. Ihrer Phantasie sind hierbei keine
Grenzen gesetzt.
Doch sollte
unbedingt beachtet werden:
-
Die
Äste dürfen nicht mit Chemie behandelt sein. Äste von z. B. chemisch
behandelten Obstbäumen sind hier nicht die richtige Wahl!
-
Die
Äste sollen nicht morsch und feucht, sondern stabil
und trocken sein.
Und noch
zwei wichtige Punkte zum Thema Vogelkäfig:
Wellensittiche sind nicht
nur ausgezeichnete Flugkünstler mit einem Hang zur akrobatischen
Flugmeisterleistung, sondern auch leidenschaftliche Kletterer. So sollte der
Vogelkäfig keine senkrechten, sondern waagerechte
Gitterstreben haben. Ein Welli braucht bei senkrechten Streben einen
enormen Kraftaufwand in den Füßen, um sich festzuhalten – er rutscht leicht
abwärts. Diese sehr anstrengende Prozedur ist bei waagerechten Streben
ausgeschaltet.
Ebenso sollte bitte
keinesfalls ein runder Käfig angeschafft
werden! Wellis ziehen sich auch gern einmal in eine Ecke zurück – und wo soll
diese bei einem runden Käfig gefunden werden?

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