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Doggycat Pebbis Speicheldrüsenzyste Zitat Wikipedia: Speicheldrüsen (lat. Glandulae oris, wörtlich „Munddrüsen“) sind exokrine Drüsen, die den Speichel (Saliva) bilden und damit die Gleitfähigkeit zum Abschlucken des Bissens gewährleisten. Bei einigen Säugetieren enthält der Speichel bereits stärkespaltende Enzyme (Amylasen), wodurch Speicheldrüsen bereits in geringem Umfang zur Verdauung beitragen. Bei den Säugetieren gibt es neben zahlreichen kleinen Speicheldrüsen drei paarig angelegte, große Speicheldrüsen:
Im April 2008 fiel mir auf, dass Pebbles einen "Gnubbel" unterhalb des rechten Ohres hatte. Ich fuhr damit zum Tierarzt. Dieser meinte, es wäre höchstwahrscheinlich eine Speicheldrüsenentzündung, das käme manchmal vor, er gäbe ihr etwas Antibiotikum, dann müsste das weggehen. Für "alles andere" (das unaussprechliche Wort *Tumor*) wäre sie ja noch viel zu jung. Ich fragte noch, welches Antibiotikum, sie hätte ja Resistenzen - Synolux. Wunderbar, alles klar. Als ich die Rechnung sah, wurde ich dann erstmal richtig sauer, denn es war nicht nur AB (Antibiotikum) auf der Rechnung, sondern auch Prednisolon (Kortison)! Davon war keine Rede und ich hab extra gefragt! Ich war danach noch 2x bei dem TA - aber so richtigen Erfolg hatte das alles nicht, der Gnubbel war mal größer, mal kleiner, aber permanent "da". Nachdem der TA auch noch sagte, dass eine OP an der Stelle ja risikoreich wäre wegen der nahen Halsschlagader, aber ja "eine echte Herausforderung" wäre, wurde es mir zu bunt und ich bin dann mit ihr zu einem anderen Tierarzt gefahren. Freitag 2.5.08 Yoda war sehr krank, er hatte einen heftigen Infekt der oberen Atemwege. Nachdem die notfallmäßig aufgesuchte, naheTierärztin etwas verabreichte, was ihm augenscheinlich mehr schadete als nützte habe ich endlich den Rat meiner Freundin angenommen und bin zu Dr. Krohn gefahren. Pebbles habe ich gleich mitgenommen. Yoda bekam beim Tierarzt Infusionen und wurde sehr kompetent und liebevoll behandelt :-). Aber auf dieser Seite soll es um Pebbis Zyste gehen. Dr. Krohn hat ihre "Beule" abgetastet, einen Ultraschall gemacht und konnte anhand diesem ausschließen, dass es ein Tumor war. Es wäre entweder ein Abszess oder eine Speicheldrüsenzyste. Dann hat er die Beule punktiert. Eiter kam nicht, also kein Abszess. Stattdessen zog er 8 ml (!) recht klare, zähe Flüssigkeit ab. Er meinte, das müsste eine Meliceris, eine sogenannte Honigzyste, sein. Die heißt so, weil die Flüssigkeit zäh wie Honig ist. Ursachen sind z.B. stumpfe Traumen oder auch Speichelsteine, auf jeden Fall ein verstopfter oder verletzter Gang einer Speicheldrüse. Anstatt als Speichel in den Mund abzulaufen sucht sich der Speichel wegen dem verstopften Gang einen neuen Weg und bildet somit eine Zyste. Das Punktat wurde zu Laboklin geschickt. Pebbles bekam wegen des Punktierens Antibiotika (Clavaseptin). Der Befund von Laboklin:
Zytologischer Befund: Ca. 1 Woche später war die Zyste wieder da, so dass eine Operation unumgänglich wurde. Das wichtigste an so einer OP ist, dass nicht nur die Zyste entfernt wird, sondern auch die Speicheldrüse mit dem verletzten/verstopften Speicheldrüsenausgang, die für die Zyste verantwortlich ist! Sonst entwickelt sich ganz schnell eine neue Zyste! Es ist für die Katze kein Problem, mit einer Drüse weniger zu leben, die Speichelproduktion wird von den anderen Speicheldrüsen mit übernommen. Genauso ist es übrigens bei uns Menschen und z.B. auch bei Hunden. Bei Hunden kommen diese Speicheldrüsenzysten öfter vor, z.B. durch Verletzungen durch Stöckchen. Donnerstag, 19.06.08
Um 13.00 Uhr wurde Pebbles operiert.
Die Operation dauerte fast 2 Stunden, da die Zyste sehr groß war (ca.
Tischtennisballgröße). Bei Pebbles war die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula
sublingualis minor) für die Zyste "verantwortlich". Diese Drüse liegt im
Unterkiefer zwischen erstem und letztem Backenzahn.
Ein Ausführungsgang der Speicheldrüse liegt seitlich
vom Zungenbändchen am Mundboden. Bei diesem Bild habe ich versucht, aufzuzeigen, wo die Zyste saß und welche Drüse die Zyste nährte: Freitag, 20.06.08 Heute waren wir zur Kontrolle beim Tierarzt. Alles ist in bester Ordnung :-). Die Drainage wurde ein Stückchen gekürzt, damit sie beim Futtern nicht so sehr im Napf hängt. Es sieht zwar heftig aus, aber Pebbles hatte guten Appetit und hat auch ordentlich getrunken :-). Nur der Kragen, der nervte sie immens... Dienstag, 24.06.08 Die Drainage wurde entfernt. Sie war nur an einem kleinen Faden festgemacht und sie bestand aus einem nicht anwachsendem Material, so brauchte die nette Tierärztin Dr. Quiel, Kollegin von Dr. Krohn, keine Narkose einzusetzen. Ganz im Gegenteil - Pebbles schnurrte und schnurrte und schnurrte und wickelte Tierärztin und Helferin um die Pfoten, da sie es unendlich genoss, unterm Kinn gekrault zu werden - dort waren einige Krusten und das Abpulen eben dieser tat wohl sehr gut ;-). Dort, wo die Drainage war, war nun ein kleines Loch und dort kam ein bisschen Salbe (Nekrolyt) rein, die sollte ich auch noch die nächsten 2 Tage dort hinein geben. Bis Montag, den 30.06.08 muss Pebbles noch durchhalten - dann sind 10 Tage um und die Fäden kommen raus :-) Freitag, 27.06.08 Pebbis Geburtstag :-) Mein Mädel wurde 4 Jahre alt. Weil sie es so gern mag, und gestern nicht viel gefuttert hat, durte sie sich heut mal an Almo Nature gütlich tun - abends gab es einen Mix aus Lachs, Seelachs & Meeresfrüchten. Sie hat richtig gut reingehauen :-)). Beim Fressen kam der Kragen natürlich immer ab, aber ich musste natürlich brav daneben sitzen, damit sie sich nicht an der Naht kratzt. Die Haare sind schon gut nachgewachsen, dadurch sieht es auch gar nicht mehr so schlimm aus: Pebbles ist inzwischen auch recht mobil mit dem Kragen, wie man hier sieht: Ich hatte, nachdem die Drainage raus war, den Kragen ein Stückchen abgeschnitten. Pebbi bewegte sich seitdem noch "normaler", stieß kaum noch irgendwo an, da die Schnurrhaare wieder über den Kragen herausragten. Auch trinken konnte sie damit. Nur kratzen ging nicht ;-)) Montag, 30.06.08 Die Fäden wurden gezogen. Was für eine Befreiung ;-). Doch den Kragen war sie damit noch nicht ganz los, denn es ist schon noch alles recht wund und sie sollte auf keinen Fall dran kratzen. Für die Narbe bekam ich Nekrolyt-Salbe mit, die schien auch sehr gut zu wirken, eine Salbe auf Enzym/Vitamin-Basis zur Wund-/Narbenversorgung. Nach weiteren drei Tagen durfte sie zumindest unter Aufsicht kragenlos rumlaufen und am Wochenende nach dem Fäden ziehen hatte sie es hinter sich - kein Kragen mehr, alles in Ordnung. Die Haare sind zwar noch etwas kurz, aber im Sommer darf man ja auch mit modischer Kurzhaarfrisur rumlaufen ;-) Resümee: Mein Mädel hat das supertoll weggesteckt, viel besser, als ich erwartet hätte. Auch hat sie sich recht schnell mit dem Kragen abgefunden - hätte ich so auch nicht erwartet ;-). Anfangs hatte sie arge Schwierigkeiten, ist überall gegen gelaufen bzw. rückwärts gelaufen - aber nach 1 Tag ging es besser und ab da ständig aufwärts. Nach der OP bekam sie noch eine Woche lang 2x täglich Antibiotika (Clavaseptin) und 5 Tage lang 1x täglich Metacam. Die Dauer vom Metacam ging nach ihrem Befinden - da sie nach 5 Tagen ohne Metacam anfing zu fressen, hab ich es dann abgesetzt.
Mein ganz besonderer Dank
gilt Dr. Ulf Krohn & Frau Dr. Quiel, weil sie Pebbi so toll behandelt und
betreut haben und auch allen, die an uns gedacht haben in der Zeit :-)).
DANKE!!!! (c) Martina Alex, letzte Änderung: 16.07.2008
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